Zum Tod von Chester Bennington

Hallo zusammen,

ich habe mir eine Weile überlegt, ob ich etwas zu diesem Thema schreiben soll. Viele Zeitungen, Blogs und weitere Medien haben es eigentlich schon ausführlich erörtert. Dennoch möchte ich noch ein paar persönliche Worte loswerden. Es ist mittlerweile fast drei Wochen her, dass die Nachricht um die Welt ging. Chester ist tot, Selbstmord durch Erhängen. Auch für mich war das erstmal ein Schock. Zwar habe ich die neueren Linkin Park Alben nicht mehr mit so viel Enthusiasmus gehört wie etwa Hybrid Theory, Meteora oder Minutes to Midnight, allerdings waren die Songs immer noch um Klassen besser als die „Standardradiomusik“. Die Texte sowieso.

Abgesehen davon verbinde ich, wie viele andere auch, vielseitige Erlebnisse mit diversen Liedern. Chesters Texte gingen unter die Haut. Er hatte viel Schlimmes in der Vergangenheit erlebt und dies in den Songs verarbeitet. Vielleicht machte gerade das die Lieder mit samt ihren Texten zu den Besonderheiten, die sie waren. Weil man sie mitfühlen konnte, weil man bei bestimmten Liveversionen ihn „mitfühlen“ konnte.

Für mich galt seitdem, es gab keine Band und erst recht auch keinen Sänger oder eine Sängerin, bei der ich so viele Lieder geliebt habe und auch heute noch liebe, wie von Linkin Park. Man kann sie eigentlich gar nicht alle aufzählen. Keine anderen Alben habe ich öfter gehört und auch die fünfte Liveversion oder der dritte Remix waren immer noch interessant. Selbst bei der Erstellung dieses Blogs hatte ich mir damals überlegt, diesen nach einem von Chesters Songs zu benennen. Konkret ging es um „Somewhere I Belong“. War leider schon vergeben, hätte aber auch gepasst. Passend ist trauriger Weise jedoch auch wieder der Songtext als Sinnbild für Chesters Leben und Leiden. Dieser und weitere Songs bleiben als Zeitzeugen und werden noch lange nachwirken.

Chester (2009) beim Konzert in Stuttgart

Chesters Todestag war der Geburtstag seines ebenfalls erst kürzlich verstorbenen Freundes Chris Cornell. Bei den beiden denke ich immer an eine der gemeinsamen Liveversionen von „Crawling“, z.B. hier oder hier.

Über Chris Cornell sagte Chester nach einer dieser gemeinsam gesungen Songs er sei „the greatest fucking voice in rock’n roll history“. Dies kann man so sehen, ich sage aber: Nein, Du warst es, Chester. Ich möchte nicht mit Superlativen um mich werfen, aber DU warst es! Eine der größten Stimmen, Songschreiber und Persönlichkeiten der neueren Musikgeschichte. Wir vermissen Dich. Danke für die Musik, danke für ALLES!

#RIPCHESTER

Nordseewetter im Süden (Herbstreise Norwegen 2016)

Bereits auf der Überfahrt wurde das Wetter leider immer schlechter, je mehr wir uns der norwegischen Küste näherten. Im verregneten Kristiansand angekommen suchten wir uns einen Campingplatz in der Nähe, auf dem wir die erste Nacht verbrachten. Am nächsten Tag ging es bei grauem Himmel und viel Wind zur ersten Station, dem Südkap. Wie der Name schon vermuten lässt, befindet sich hier der südlichste Punkt Norwegens. Wir bestiegen den Leuchtturm Lindesnes fyr um eine Aussicht zu erhaschen. Diese war witterungsbedingt nicht unbedingt weitläufig, jedoch konnten wir anschließend unsere Eindrücke im warmen Leuchtturmmuseum erweitern.

Für mich persönlich war zumindest der Besuch hier, 2518 km vom Nordkapp entfernt, damit eine Art Vervollständigung eines „Norwegen-Kapitels“, wobei noch viele weitere warteten… 🙂

Direkt im Anschluss ging es in Richtung Stavanger und zur Sehenswürdigkeit „sverd i fjell“ also den Schwertern im Felsen. Die hatten wir 2015 nämlich tatsächlich vergessen – bei all den anderen Eindrücken zum Glück nicht so schlimm – dennoch wollte ich nun die Gelegenheit nutzen um mir dieses Denkmal anzuschauen. Es ist zwar beeindruckend, dennoch erwartet man es auf Grund der Bilder etwas größer als es tatsächlich ist. Wichtig, auch wieder in der heutigen Zeit, ist die Bedeutung des Denkmals, ein Symbol des Friedens:

Nach ein paar verregneten Stunden in der Stadt und dazu kommenden Problemen mit der Kreditkarte (die sich im Nachhinein zum Glück wieder erledigt hatten) ging es in Richtung Preikestolen, wo für den kommenden Tag die dazugehörige Wanderung eingeplant war. Hier war das Wetter mittlerweile zwar etwas besser, jedoch immer noch nicht wirklich gut. Die Wanderung selbst lief wie erwartet, ich kannte das ja schon. Oben angekommen hingen die Wolken ziemlich tief, jedoch schafften es zumindest das ein oder andere Mal ein paar Sonnenstrahlen hindurch:

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Schon wieder Norwegen?

Im September 2016 stand die nächste Reise an, es ging nach (Süd)Norwegen und anschließend noch zwei Tage nach Hamburg. „Schon wieder Norwegen?“ könnte man sich fragen, dennoch hat sich die Reise definitiv gelohnt. So gab es einige Unterschiede zu der hier (oder hier oder hier oder… ;)) ausführlich nachlesbaren Skandinavientour im Sommer 2015. Die kommenden Beiträge werden sich demnach mit dieser neuen Tour befassen.

Wir, meine Freundin und ich, haben uns zu zweit mit meinem Auto auf den Weg gemacht. Glücklicher Weise fahre ich einen (Skoda Octavia) Kombi, das Auto war bei der Abfahrt dennoch bis oben hin voll. Insbesondere die Campingutensilien nahmen sehr viel Platz ein, wobei wir  auch wirklich gut ausgerüstet waren. Für die Übernachtungen haben wir ein kleines „Wurfzelt“ eingepackt, welches wir zuvor für diese Reise gekauft hatten. Bisher hatte ich nur ein ziemlich großes Zelt mit entsprechend unpassender Aufbauzeit für unsere geplanten Aufenthalte von lediglich einer Nacht pro Campingplatz.

Am späten Abend ging es von zu Hause aus los, den langen Weg bis in den Norden Dänemarks. Da wir vor dem Abfahrt unserer Fähre nach Norwegen noch etwas Zeit hatten, nutzten wir diese und fuhren zur Wanderdüne „Rubjerg Knude“ und dem sich dort befindlichen Leuchtturm „Rubjerg Knude Fyr“. Vom Parkplatz aus läuft man etwa eine halbe Stunde und je näher man kommt, desto sandiger wird es. 🙂
Dieser Leuchtturm ist deshalb besonders, da er von der Düne nach und nach „überrollt“ und damit verschüttet wird. Zu Beginn sowie Mitte des 20. Jahrhunderts wurde noch versucht, den Leuchtturm jedes Mal aufs neue frei zu graben, im Jahr 1968 gab man dies jedoch endgültig auf. Mittlerweile befindet sich die gesamte Düne unter Naturschutz, sie darf frei „wandern“, da alle Versuche, dem natürlichen Weg Einhalt zu gebieten, gescheitert waren. Es ist beeindruckend, welche „Kraft“ und Auswirkungen ein paar Sandkörner haben können, anbei ein paar Bilder: 🙂

Weg zum Leuchtturm

Rubjerg Knude Fyr

Blick vom Leuchtturm

Anschließend ging es weiter bis nach Hirtshals, von wo aus wir am späten Nachmittag mit der Fähre nach Kristiansand ablegten…

 

Paphos und Nikosia (Frühjahrsreise Zypern 2016)

Zusätzlich zur Jeep-Tour und den bereits erwähnten Unternehmungen rund um unser Hotel nutzten wir ein günstiges Angebot um zwei Tage mit dem Mietwagen andere Bereiche der Insel zu erkunden.

Der erste Ausgflug ging nach Paphos, eine Stadt am westlichen Ende der Insel. Auf dem Weg dorthin machten wir bereits einige Kilometer vor der Stadt halt. Hier gibt es eine weitere berühmte Sehenswürdigkeit, den Aphroditefelsen. Hier stieg, gemäß der griechischen Mythologie, die Göttin Aphrodite aus dem Meer. Unabhängig von dieser Geschichte ist der Felsen, der an einem relativ großen Kiesstrand liegt, schön anzuschauen, wie man hier sehen kann:

Nach ein paar Fotos setzten wir den Weg fort nach Paphos,
was unter anderem mit einer alten Festungsanlage am Meer aufwarten kann. Außerdem gibt es einen verhältnismäßig großen Hafenbereich und viele ältere Gebäude. Mittlerweile ist Paphos sogar Kulturhauptstadt Europas, die ersten Vorbereitungen dafür konnten wir bereits vor Ort begutachten. Ansonsten kann man schön flanieren und lecker etwas essen und trinken 🙂 Hier noch ein Foto der angesprochenen Festungsanlage:

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Agia Napa und Umgebung (Frühjahrsreise Zypern 2016)

Bereits rund um unser Hotel konnte man einiges entdecken. Zu allererst ist Agia Napa für sich zu erwähnen, hier ist, vor allem zur Hauptreisezeit, einiges geboten. Wir erreichten die Innenstadt mit dem Bus, wo es viele Souvenirshops, Restaurants, Bars, Diskotheken und sogar einen kleinen Freizeitpark zu sehen gibt. Zum Zeitpunkt unserer Reise hatte noch nicht alles offen, es ‚erwachte‘ so langsam. Im Sommer ist der Ort, so liest man zumindest, von Engländern, Russen und Schweden geflutet, fast wie von Deutschen der Ballermann.  Als Party-Urlaub war unsere Reise bekanntlich nicht geplant, wobei dies ja trotzdem kein Hindernis ist, mal gemütlich ein, zwei oder mehr Cocktails zu trinken, vor allem bei verhältnismäßig günstigen Preisen 🙂 Auch die kleinen Achterbahnen und Fahrgeschäfte im Luna Park sorgen zwischendurch für Erheiterung.

Etwas außerhalb der Innenstadt gibt es dann eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Zyperns zu sehen, die so genannte Love Bridge. Ein felsiger, begehbarer Bogen über wunderschönem Wasser. Meiner Meinung nach sollte dies jeder Zypern-Reisende gesehen haben, aber seht selbst:

Etwas weiter östlich, am besten mit dem Fahrrad oder Mietwagen zu erreichen, befinden sich die „Sea Caves“, also Höhlen die durch das Meer geschaffen wurden. Ganz im Westen der Insel, etwas oberhalb von Paphos, gibt es ähnliche Gesteinsformationen unter dem gleichen Namen. Bei der Suche deswegen beachten, dass noch Agia Napa dazu geschrieben wird, um ‚unsere‘ zu finden. Hier ebenfalls ein Foto:


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Frühjahrsreise nach Zypern

Ende März/Anfang April 2016 ging es für insgesamt 10 Tage in wärmere Gefilde, auf die schöne Insel Zypern. Von Stuttgart aus ging es mit kurzem Umstieg in Wien nach Larnaka, hier befindet sich der internationale Flughafen. Unser Hotel lag etwas außerhalb von Agia Napa, einem Ferienort etwa 60 km von Larnaka entfernt.

unsere Bungalowanlage

 

Von den Temperaturen her war es super für Unternehmungen, zum Baden jedoch noch etwas zu frisch, je nach dem wie empfindlich man ist 😉 Von Tag zu Tag wurde es jedoch wärmer und so würde ich persönlich den Mai als „optimalen“ Reisemonat für Zypern empfehlen.

Von unserem Hotel aus starteten wir – wenn nicht gerade am Strand, Pool oder auf unserer Terrasse liegend – mehrere Ausflüge mit diversen Fortbewegungsmitteln. So kamen insgesamt tatsächlich Touren mit dem Mietwagen, dem Bus, zu Fuß, einem Jeep und sogar einem Mietfahrrad zu Stande 🙂
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Städtetrip Zagreb

Bereits im November 2015 hatten wir Zagreb besichtigt. Als Reiseziel haben wir dies jedoch nicht ‚bewusst‘ ausgewählt, sondern sind im Rahmen des Blind Bookings bei Germanwings/Eurowings durch ‚Zufall‘ dazu gekommen. Ausgewähltes Thema ab Stuttgart war „Kultur“, hier fanden wir die möglichen Reiseziele am interessantesten.

Freitag morgens ging es hin, am Sonntag wieder zurück. Zeitlich reichte dies jedoch, um einen guten Überblick über die Stadt zu bekommen. Wir buchten ein Hotel direkt am bekannten und zentral gelegenen Ban-Jelačić-Platz und konnten von dort aus alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen. So gibt es sowohl in der Unter- als auch in der Oberstadt interessante alte Gebäude und eine berühmte Kathedrale. Wobei gerade einer der beiden Türme mit einem Gerüst umgeben war, wie es bei alten Kirchen häufig vorkommt. Deswegen ist er auf den Fotos auch nicht zu sehen 😉

Ebenfalls interessant ist der nur wenige Meter vom Ban-Jelačić-Platz entfernte alte Marktplatz „Dolac“. Es ist ein schöner alter, bzw. klassischer Markt, man findet definitiv alles, was man braucht. Zudem noch schön gelegen, jeder Zagreb-Besucher sollte hier mal vorbei geschaut haben. Ein Highlight in ganz Kroatien, ja eigentlich in ganz „Ex-Jugoslawien“, ist selbstverständlich auch das leckere Essen. Hierfür suchten wir uns am zweiten Abend ein etwas weiter ‚außerhalb‘ gelegenes, kleines, typisches Restaurant aus. Den Namen weiß ich mittlerweile leider nicht mehr, das Essen ist uns jedoch sehr positiv in Erinnerung geblieben.

So lässt sich abschließend sagen, Zagreb ist eine Reise wert. Insbesondere für einen Wochenendtrip oder im Rahmen einer Rundreise lässt es sich dort gut aushalten. Besonders spektakuläre Highlights findet man nicht, werden jedoch auch nicht immer benötigt, der Gesamteindruck muss passen. Noch ein kleiner Fakt über Zagreb: Die Krawatte wurde hier erfunden 🙂

Wiederbelebung des Blogs – Nr. 2

Hallo zusammen, 🙂

fast zwei Jahre ist es her, dass ich den letzten Beitrag veröffentlicht habe, zwei Jahre in denen viel passiert ist. Letztendlich hatte ich es vor dieser langen Pause nicht einmal geschafft, die Skandinavienreise „fertig“ zu schreiben, auch wenn nicht mehr viel gefehlt hatte. Hier ist der Schluss jedoch schnell erzählt, die fehlenden dänischen Sehenswürdigkeiten waren zum einen eine typische Wanderdüne, zum anderen Skagen bzw. die Landspitze Grenen. Diese stellt den nördlichsten Punkt Dänemarks dar und ermöglicht die Beobachtung des Zusammentreffens von Nord- und Ostsee. Durch die Nachtfahrt mit der Fähre und der damit verbundenen frühen Ankunft konnten wir den Sonnenaufgang bestaunen, wirklich sehr schön 🙂

So viel zunächst mal dazu.

Was möchte ich sonst noch sagen? Zunächst ist es erfreulich und etwas verwundernd zugleich, dass – trotz der genannten langen Funkstille – dieser Blog immer noch ein wenig Besucheraktivität aufzeichnet. Vielleicht wird das durch ein paar neue Beiträge noch etwas mehr 🙂

Letztendlich wird sich dieser Blog wieder und evtl. noch fokussierter mit dem Thema „Reisen“ befassen. Dies war ohnehin der bisher größte Teil und hier liegt mittlerweile auch mein hauptsächliches Mitteilungsbedürfnis 😉 Nach und nach werden deshalb Informationen über vergangene Reisen und Städtetrips erfolgen, z.B.

  • Zagreb
  • Zypern
  • ein zweites Mal Norwegen
  • Island
  • New York
  • und weitere erlebte sowie geplante Ziele 🙂

PS.: Auch die „Du-bist-schön“ Kartenaktion ist mir im diesem Zusammenhang wieder eingefallen. Ich habe noch viel zu viele Karten davon zu Hause rumliegen, davon werden jetzt noch ein paar verteilt… 😛

Ich hoffe, dieses Mal halte ich die Aktivität wirklich etwas länger hoch 😉

somewheretohide1992

Siebter Teil: Der Küste entlang zu schönen Städten

Nachdem wir unsere Energie bei gutem Wetter wieder aufgetankt hatten, fuhren wir weiter mit Blickrichtung Kristiansand. Dort sahen wir uns die Innenstadt an. Hier fand an diesem Tag ein Stadt-Lauf als relativ großes Ereignis statt, was zur Folge hatte, dass gratis Sachen wie z.B. Eis oder Popcorn für die Zuschauer verteilt wurden. Und dies galt natürlich auch für uns 🙂

Die folgende Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz während das Wetter langsam schlechter wurde. Am Abend sprangen zwei von uns, mich inbegriffen, trotzdem noch in die Nordsee. So konnte ich wenigstens auch behaupten im Urlaub schwimmen gegangen zu sein 😉 Die anderen waren bereits beim Erholungstag in einen Fluss gesprungen. Der Nächste Tag ging mit der Weiterfahrt, mehreren kleineren Stopps sowie viel Regen vorüber.

Einen weiteren Tag später erreichten wir Oslo, hier verbrachten wir insgesamt zwei Nächte auf einem innenstadtnahen Campingplatz. Auch das Wetter wurde erfreulicherweise wieder besser. Der Weg in die Innenstadt war mit einer kleinen Radtour verbunden, vor allem der Rückweg war hierbei anstrengend, da der Campingplatz auf einem Berg lag. Wir bewegten uns auf der Oper, deren Dach man betreten konnte, rund um den Hafen, sowie zu den wichtigen Gebäuden der Innenstadt. Abends gönnten wir uns ein Bier für verhältnismäßig günstige 49 NOK. Am nächsten Tag konnten wir die schöne Stadt Oslo dann auch noch vom Boot aus begutachten, wir lösten ein Ticket zur Museumshalbinsel, wobei Hin- und Rückfahrt 55 NOK kosteten, also durchaus noch angemessen. Auf der Halbinsel dann nahmen wir uns das Wikingermuseum vor. Den Tag ließen wir bei Sonnenschein an einem Stadtstrand ausklingen. Weiterlesen

Sechster Teil: 2 Wanderungen und ein Erholungstag

Nachdem wir uns nach reiflicher Überlegung auf Grund als regnerisch und kalt angekündigten Wetters sowie zu schlechter bzw. fehlender Ausrüstung gegen die Wanderung zur Trolltunga entschieden hatten, war klar, dass wir einen „Ersatz“ brauchten. Die Wanderung zum Preikestolen war ohnehin schon eingeplant, weswegen die Entscheidung auf den ebenfalls am Lysefjord liegenden Kjerag fiel.

Zuvor, einen Tag nach Bergen, stand der Wasserfall Vøringsfossen, einer der größten Wasserfälle Norwegens, auf der Agenda. Ein paar Fotos, eine Nacht, zwei Fährstrecken sowie einige Kilometer später erreichten wir Stavanger. Wir liefen durch die Innenstadt, versorgten uns in der Touristeninformation mit allerlei Infos über die Region Stavanger und den Lysefjord und fuhren am Abend weiter auf einen Campingplatz, der nur 5km vom Parkplatz und Ausgangspunkt zum Preikestolen entfernt war.

Am nächsten Morgen ging es früh los, um 5.30 Uhr klingelte der Wecker, gegen 6.45 Uhr starteten wir unsere Wanderung am Preikestolen-Parkplatz. Grund hierfür war die Kenntnis über den Ansturm von Touristenmassen an Mittag und Nachmittag. Kaum waren wir unterwegs begann es – entgegen der Wettervorhersage – kräftig zu regnen und auch der Nebel schien sich mit jedem Höhenmeter mehr zu verdichten, man konnte keine 50m weit sehen. Natürlich hatten wir jetzt die Befürchtung, dass wir vor lauter Nebel von der Kanzel aus den Fjord nicht erspähen konnten. Letztendlich hörte der Regen aber nach etwa einer Stunde auf und auch der Nebel lichtete sich nach und nach.

Als wir nach knapp 2 Stunden oben ankamen waren nur wenige Menschen da. Wir nutzen dies bei immer besser werdendem Wetter für ein paar Fotos und unsere Vesperpause:

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Auf dem Rückweg sahen wir dann dass, was wir schon fast so erwartet hatten: Menschenmassen bahnten sich den gut ausgebauten Wanderweg nach oben. Wir waren – trotz Regens – sehr froh über die Entscheidung so früh losgegangen zu sein. Weiterlesen